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Gepostet by on Aug 19, 2015 in Events&Lifestyle, Featured, Haus&Wohnen, Urlaub | Keine Kommentare

Palmen holen den Sommer ins Haus

Palmen holen den Sommer ins Haus

Als ich 1999 konfirmiert wurde, bekam ich von einer guten Freundin der Familie eine Kaktuspalme geschenkt. Als junger Gamer habe ich sie natürlich „Chuck“ genannt (in Anlehnung an die gleichnamige Pflanze im Point-and-Click-Klassiker Day of the Tentacle) und trotz meines fehlenden grünen Daumens und eines bedrohlichen Zwischenfalls zu einem prächtigen Palmenexemplar gepflegt. Eine Palme, welche heute noch – nach 16 Jahren und 9 Umzügen – sommerliche Stimmung in meinem Wohnzimmer verbreitet.

Palmen im Aufwind

Die Tatsache, dass „Chuck“ trotz meines pflanzenfeindlichen Laissezfaire-Gärtnerstils die Jahrzehnte überdauert hat, beweist wie widerstandsfähig und pflegeleicht Palmen als Zimmerpflanzen sind. Ihre strikte Weigerung einzugehen und zu der Erde zu werden, aus der sie stammen, ist einer der Gründe, weswegen Zimmerpalmen sich seit Jahren an zunehmender Beliebtheit erfreuen. Zu den anderen Gründen zählen die zahlreichen günstigen Angebote, mit denen man Zimmerpflanzen preisgünstig im Internet erstehen kann und das tropische Urlaubsfeeling der Zimmerpalmen, welches die sanfte Meeresbrise der Karibik direkt in das heimische Wohnzimmer weht.

Yucca-Palme

Insbesondere Yucca-Palmen sind wahre Stars in der Pflanzenwelt.

Pflegeleicht, aber nicht anspruchslos

Zwar sind Palmen genügsame und unkomplizierte Hausgenossen, aber unsterblich sind sie leider nicht. Als ich in meinem jugendlichen Leichtsinn so ziemlich alles falsch gemacht habe, was man in der Pflanzenpflege falsch machen kann, fand sich mein „Chuck“ eines Tages auf der Intensivstation des Gartenhäuschens meines Vaters wieder.  Dieser rettete, was er retten konnte: Aus der großen Kaktuspalme barg er den letzten gesunden Teil der Pflanze, den er als Trieb erneut einpflanzte. Und siehe da: Es klappte! Aus „Chuck“ wurde „Mini-Chuck“, welcher nach einem kurzen Schockmoment fröhlich weiter wuchs.

Die Moral von der Geschichte: Wenn man sich mit kräftigen und gesunden Pflanzen den immerwährenden Sommer – ohne Zwischenfälle – ins Haus holen möchte, gibt es auch bei Palmen eine Reihe an Dingen, die man beachten sollte. In der folgenden Checklist geben wir den ultimativen Kurz-Ratgeber für Gesundheit und Glück im heimischen Palmenhain:

  • Auf eine gemäßigte Raumtemperatur achten! Temperaturen unter 14 Grad vermeiden.
  • Bei trockener Heizungsluft im Winter Luftfeuchtigkeit erhöhen oder Palmwedel regelmäßig einsprühen.
  • In Maßen gießen, oberste Erdschicht abtrocknen lassen und Staunässe vermeiden.
  • Hellen Platz aussuchen, jedoch nicht dauerhafter, direkter Sonneneinstrahlung aussetzen.
  • In der Hauptwachstumszeit mit Palmendünger unter Berücksichtigung der Herstellerangaben regelmäßig düngen.

Ein Topf voll Glück

Wenn man diese wenigen, teilweise selbsterklärenden Hinweise befolgt, dann steht dem Palmenglück nichts mehr im Wege. Dabei kann der private Palmengarten dekorative Akzente in beinahe jedem Winkel der Wohnung setzen: Mein „Chuck“ zum Beispiel gab in seiner Mini-Me-Version einen ganz hervorragenden Blickfang auf dem Schreibtisch ab. Als ich ihn 1999 als große Kaktuspalme bekommen habe, konnte er eine unbenutzte Zimmerecke passgenau füllen und optisch aufwerten. Mittlerweile ist er als mittelgroße Palme ein schöner Hingucker in einem ganzen Palmen-Ensemble, welches neben dem Sofa steht.

Daher empfehle ich jedem ein Topf voll Glück für zuhause. Palmen verschönern einfach jeden Raum und jeden Tag. Sie bringen den Sommer in die Stadt, den Urlaub in den Alltag und ein Lächeln in das Gesicht des Betrachters.