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Gepostet by on Okt 17, 2016 in Featured, Gesundheit&Leben, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Wenn Oma und Opa nicht ins Pflegeheim möchten

Wenn Oma und Opa nicht ins Pflegeheim möchten

Viele Angehörige stehen irgendwann vor dem Problem, dass die Großeltern auf Hilfe angewiesen sind. Früher war es selbstverständlich, dass Großmutter und Großvater von den Angehörigen versorgt wurden und in der Geborgenheit der Familie bis zu ihrem letzten Tag in Würde altern durften. Die Familien hatten mehr Mitglieder, die Häuser waren größer und stellten zugleich auch den Lebensmittelpunkt mehrerer Generationen dar. Alle unter einem Dach; dieses Motto gewährleistete auch eine ständige Erreichbarkeit als Ansprechpartner für die Großeltern.

Leider passt diese Art von Familienleben nicht mehr in die heutige Zeit. Moderne Arbeitszeiten, komplexe Beziehungen à la Patchwork und der allgegenwärtige Zeitmangel würden es gar nicht ermöglichen, Oma und Opa durchgehend von eigener Hände Kraft zu unterstützen. Wenn schon Kleinkinder unter drei Jahren wegen des Arbeitsverhältnisses in U3-Gruppen der Kindergärten betreut werden müssen, wie soll da noch Zeit und Raum für die Bedürfnisse der Großeltern bleiben?

Den bemühten und besorgten Familienangehörigen bleibt oft nur noch die Wahl zwischen Heimunterbringung, ambulanter Versorgung oder alternativen Betreuungskonzepten, um die vielleicht schon tüdelige Oma und den gesundheitlich angeschlagenen Opa in Sicherheit zu wissen.

Alters- oder Pflegeheim – wann muss das sein?

In einem Altersheim wird Senioren die Möglichkeit der teilweise betreuten Unterkunft geboten. Sie beziehen dort ein Zimmer, werden mit Mahlzeiten versorgt und können Services für Wäsche und Reinigung in Anspruch nehmen. Der Gemeinschaft dienende Aufenthaltsräume sowie ein regelmäßig freiwilliges Programm sorgen für etwas Abwechslung und Freizeit.

Im Pflegeheim hingegen lässt man den in der Regel gesundheitlich stark beeinträchtigten Senioren zusätzlich eine professionelle Pflege angedeihen. Von der Grundpflege bis hin zur medizinisch verordneten Behandlungspflege beschäftigt das Pflegeheim zu diesem Zwecke examiniertes Pflegepersonal.

Es kommt demnach zunächst auf den gesundheitlichen Zustand von Großmutter oder Großvater an, welches Heim überhaupt in Frage kommt. Die Schwere der Erkrankung und die wahrscheinliche Weiterentwicklung des gesundheitlichen Zustandes bilden die Kriterien für eine Entscheidung. Zu berücksichtigen ist dabei natürlich auch der Betreuungsbedarf, der beispielsweise bei Demenzerkrankungen wegen der damit einhergehenden Bewusstseinsentwicklung sehr hoch ist und noch steigt. Bei allen stationären Unterbringungsmöglichkeiten gibt es zwar Personal, das auf die Heiminsassen „aufpasst“, aber kontinuierlich mehrere Bewohner im Auge behalten muss.

Nicht zu unterschätzen ist bei einer Heimunterbringung jedoch auch der psychische Aspekt. Dem Gefühl nach rausgerissen aus der Familie und vom Interieur eines ganzen Haushaltes nur noch auf ein Zimmer beschränkt zu werden, ist für Senioren nicht leicht. Das ungewohnte Umfeld kann – je nach vorheriger Situation – zugleich Fluch und Segen sein.

Ambulanter Pflegedienst oder alternatives Betreuungskonzept

Wenn die Familie generell die Betreuung von Oma und Opa nicht aus der Hand geben will und bei den Senioren nur wenig gesundheitlich bedingte Wehwehchen zu versorgen sind, ist der ambulante Pflegedienst eine gute Wahl. Während sich die Familienmitglieder um Haushalt, Mahlzeiten und vielleicht sogar Hilfe bei der Körperhygiene kümmern, kann der ambulante Dienst in Absprache mit den behandelnden Ärzten die eigentliche Pflege vornehmen.

Bleibt den Angehörigen jedoch nur wenig Zeit für die Versorgung der Großeltern, oder lässt der psychische und gesundheitliche Zustand der Senioren ein „Alleinebleiben“ nicht mehr zu, greifen moderne Betreuungskonzepte wie die 24-Stunden-Betreuung. Bei dieser Betreuungsform zieht eine Betreuerin mit in den Haushalt der Großeltern ein und kümmert sich sowohl um den Haushalt und die Zubereitung von Mahlzeiten, als auch um Maßnahmen aus der Grundpflege.

Bei der 24-Stunden-Betreuung ist für die Senioren immer jemand mit viel Zeit vor Ort, der sich um ihre Belange kümmern kann. Als noch wichtiger wird jedoch empfunden, dass diese Form der Betreuung im eigenen Zuhause und damit im gewohnten Umfeld durchgeführt werden kann. Der Alltag wird dadurch erleichtert; nicht verändert. Angehörige können weiterhin am Leben mit Oma und Opa teilnehmen und werden durch die Arbeit des Betreuungspersonals entlastet. Eine 24-Stunden-Betreuung kann, wenn die Gesundheit der Großeltern nachlässt, optimal mit dem Besuch eines Pflegedienstes für medizinische Maßnahmen kombiniert werden.

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Gepostet by on Okt 14, 2016 in Gesundheit&Leben, Urlaub | Keine Kommentare

Schöne Momente teilen – aber wie?

Schöne Momente teilen – aber wie?

Als letzter Mohikaner der Generation Y kann ich mich noch an eine Zeit erinnern, in der es kein Internet und keine Smartphones gab. Eine Zeit, in der man im Baur-Katalog statt bei Amazon shoppte, in der man für etwas Privatsphäre die Telefonschnur durch die Zimmertür zerrte und in der man Urlaubsgeschichten mit Postkarten statt Facebook-Postings teilte.

Postkarten statt Postings

Doch auch meine Generation hat sich von der digitalen Revolution erfassen lassen und gehört nun zu den Digital Natives, denen man nachsagt, dass das Internet ihr Zuhause ist.

Von den Postkarten möchte ich mich aber auch im Jahre 2016 nicht verabschieden – und bin dabei in guter Gesellschaft. Laut einer Bitkom/ Forsa-Studie von 2012 versenden mehr als die Hälfte – 53% – aller deutschen Urlauber ihre Urlaubsgrüße nach wie vor per Post. Den handgeschriebenen Karten scheinen nicht nur Briefmarken, sondern auch etwas Besonderes anzuhaften, so dass sie sogar im digitalen Zeitalter nach wie vor ihre Daseinsberechtigung haben.

Die Reisejournalistin Sabina Schneider schreibt dazu: „Etwas Handgeschriebenes mit Persönlichkeit hat in unserer von Medien durchrungenen [sic!] Zeit schon fast etwas Nostalgisches, fast Romantisches an sich.“ Zuvor schreibt sie, dass eine Postkarte – anders als ein Social-Media-Update, welches an alle Follower geht – den Adressaten direkt anspricht. Es sei die beste Art „Ich denke an dich“ zu sagen.

Postkarten

Die Frage des Mediums stellt sich dabei nicht nur beim Urlauben. Ein anderes, gutes Beispiel ist die Kundgebung des Kinderglücks. Wie kann man die Eltern im Heimatort, die Freunde im Ausland und die Kollegen im Büro gleichermaßen angemessen an dem schönen Ereignis teilhaben lassen? Auch dabei sei den mir nahe stehenden Jahrgängen gesagt, dass ein Tweet oder Snap diesem großen Anlass womöglich nicht gerecht wird. Die beste Lösung wäre hier das Versenden einer Geburtskarte, welche die persönliche Geste einer Urlaubspostkarte mit den Individualisierungsmöglichkeiten eines Briefes vereint.

Die Wahl des richtigen Mediums

Anders als Snapchat-Videos oder Instagram-Stories, die nach 24 Stunden von der Bildfläche verschwinden, bleibt die Geburtskarte für Ewigkeiten auf dem Beistelltisch stehen. Besonders der Generation Z, die sich nicht mehr an eine Zeit ohne Facebook, Twitter & Co erinnern kann, aber mittlerweile auch ans Kinderkriegen denkt, sei gesagt, dass nicht jede Art der Kommunikation digitaler Natur sein muss. Gerade die Geburt eines Kindes ist ein Umbruch im Leben, der auch mit Selbstreflexion und Zukunftsvisionen einhergehen sollte. Junge Väter und Mütter sollten sich die Frage stellen: „Was möchte ich meinem Kind beibringen?“ Oder: „In welcher Welt soll mein Kind aufwachsen?“

Ich denke, dass wir auch in Zukunft bei der Art und Weise, wie wir kommunizieren, darauf achten sollten, dass jeder Akt der Kommunikation im richtigen Medium stattfindet und alle Beteiligten ein- und nicht ausschließt. Gerade bei schönen Momenten, die man mit der ganzen Familie, vom Bruder bis zur Großmutter, teilen möchte, ist die Wahl des Kommunikationsweges essentiell. Will man wirklich den eigenen Großeltern, die sich nicht mehr an das Medium Internet heranwagen möchten,  die schönen Urlaubsbilder vorenthalten, nur weil man sie bequemerweise in sein Facebook-Fotoalbum uploadet? Möchte man den eigenen Eltern nicht das Gefühl geben, dass man mit dem Versand einer Geburtskarte direkt und speziell an sie gedacht hat, anstatt dass man eine Rundmail an alle Freunde und Verwandte versendet?

Schöne Momente sind zum Teilen da. Nur sollte man sich stets überlegen, wie man sie teilt.

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Gepostet by on Mai 26, 2016 in Featured, Gesundheit&Leben, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Spielplätze: Privat statt Desolat

Spielplätze: Privat statt Desolat

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, hatte ich ein unverschämtes Glück. Aufgewachsen in einer typischen Neubausiedlung der 90er-Jahre, glich mein Wohnviertel einer beispiellosen Idylle: Verkehrsberuhigte Straßen, sämtliche Schulen in Laufnähe und viele Grünflächen und Spielplätze. Das gesamte Viertel war mit seiner Infrastruktur auf die Bedürfnisse junger Familien zugeschnitten. Besonders die zahlreichen, sauberen, sicheren und gut ausgestatteten Spielplätze waren für mich als Kind natürlich besonders interessant und wurden – sofern es das Wetter einigermaßen zuließ – täglich aufgesucht. Sie boten einen Treffpunkt für alte Freunde, einen Ort, um neue Bekanntschaften zu knüpfen und natürlich einen Raum, um zu spielen, zu toben, zu entdecken und zu träumen.

Sind öffentliche Spielplätze gefährlich?

Die Zeiten haben sich jedoch geändert und je weiter meine eigene Kindheit zurückliegt, desto mehr Schreckensmeldungen bezüglich der Sicherheit und Kindgerechtheit öffentlicher Spielplätze lassen mich an meinen eigenen Erinnerungen zweifeln. Wie so viele Dinge, die in öffentlicher Hand liegen, litten auch Spielplätze in den vergangenen Jahren unter dem kommunalen Sparzwang und fehlenden öffentlichen Investitionen. Meldungen über defekte Spielgeräte wie in Schköna, Drogendealer wie in Schwabing, pädophile Triebtäter oder andere Grausamkeiten erreichen die mediale Welt beinahe täglich, so dass man sich als besorgtes Elternteil zu Recht die Frage stellt, ob öffentliche Spielplätze zu gefährlich für die eigenen Kinder sind.

 

Die Alternative: Private Spielplätze

Anders als öffentliche Spielplätze bieten private Spielplätze einige Vorteile:

  • Begrenzte Begehbarkeit – Zwar finden sich an öffentlichen Spielplätzen oftmals Schilder mit dem Hinweis auf bestimmte Nutzungszeiten oder Altersbeschränkungen – nur gestaltet sich die Kontrollierbarkeit äußerst schwierig. Private Spielplätze hingegen, die sich in Hinterhöfen von Wohnsiedlungen oder im eigenen Garten befinden, bleiben aufgrund der baulichen Abtrennung Fremden oftmals unbekannt oder unerreicht.
  • Volle Kontrolle – Private Spielplätze unterliegen nicht der öffentlichen Hand, die sich leider zu oft aus der Verantwortung zieht, wenn es um die Einhaltung der Richtlinien zur Spielplatzgestaltung und -unterhaltung geht. Ein privater Spielplatz hingegen ist zwar kostenintensiver, jedoch können Defekte und Missstände sofort beseitigt werden, was die Sicherheit und Nutzbarkeit des Spielplatzes zu jeder Zeit gewährleistet.
  • Mehr Flexibilität – Obwohl sie nicht immer eingehalten werden, gelten für öffentliche Spielplätze strenge Normen. Die rechtlichen Grundlagen für die privaten Pendants sind jedoch weniger streng, was die bauliche Gestaltung und den täglichen Betrieb flexibler machen kann. Durch diese Freiheiten ist es möglich, mehr Kreativität und Fantasie in private Spielplätze fließen zu lassen, was sie noch attraktiver für Kinder und ihre Eltern macht.
https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Starwhooper

CC-Lizenz. Bildrechte liegen bei Thiemo Schuff

Wer nun also mit dem Gedanken spielt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und einen eigenen, privaten Spielplatz zu gestalten, findet im Internet eine große Auswahl an Spielgeräten, die preislich attraktiv und qualitativ hochwertig sind. Doch sollte man sich auch fragen, ob das Kaputtsparen der Kommunen, worunter nicht nur Spielplätze, sondern auch Turnhallen, Kulturgebäude und die Verkehrsinfrastruktur leiden, nicht auch auf politischer Ebene bekämpft werden sollte. Einen Spielplatz können Sie zur Not selbst gestalten – eine Schwimmhalle vermutlich nicht.

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Gepostet by on Mai 10, 2016 in Events&Lifestyle, Featured, Gesundheit&Leben | Keine Kommentare

Der perfekte Kindergeburtstag

Der perfekte Kindergeburtstag

Liebe FamilyOne-Leser*innen, seien wir ehrlich: Geburtstage verlieren mit dem zunehmenden Alter ihren Reiz. Im angloamerikanischen Raum feiert man den „Sweet Sixteen“, in Deutschland ist der 18. Geburtstag ein echtes Highlight, doch dann geht es rapide bergab. Der Alterungsprozess, der circa ab dem 25. Lebensjahr einsetzt, lässt einem das Älterwerden eher bitter als süß erscheinen. Trauriger Höhepunkt ist der 30. Geburtstag, der einem zusätzlich zu größeren Geheimratsecken und tieferen Gesichtsfalten auch noch die Schmach des Treppenfegens beschert, sofern man nicht zwischenzeitlich unter die Haube gekommen ist.

Geburtstag haben ist nicht schwer – richtig feiern hingegen sehr

Ich persönlich hatte da doppeltes Glück, habe ich doch gerade noch rechtzeitig geheiratet und mit einem Ausflug zum Europapark ein Stück Kindheit zurückgebracht, welches all die Erwachsenensorgen weggefegt hat. Denn eines sollte sich jeder erwachsene Mensch bewusst sein: Wir werden alle älter und Geburtstage lassen sich nicht aufhalten – nur kann und sollte man das Beste daraus machen.

Doch bevor wir uns zu sehr in nostalgischer Melodramatik verlieren, eine Zwischenfrage: War das früher wirklich anders? Waren Kindergeburtstage alle perfekt? Automatisch? Nur weil man jünger war und das Altern eher mit positiven Begleiterscheinungen assoziiert hat?

Eher nicht: Zwar lag als Kind eher ein Dreirad als eine Anti-Falten-Creme auf dem Geschenketisch, doch damit wurde aus einem Kindergeburtstag nicht zwangsläufig auch ein schönes Erlebnis für alle Beteiligten. Ganz im Gegenteil: Früher hatten auch schon eher erwachsenere Dinge wie Planung, Vorbereitung und Durchführung einen erheblichen Einfluss auf das Gelingen einer Party – nur hat man damals aus der Froschperspektive herzlich wenig davon mitbekommen.

Geburtstagstisch

Kindergeburtstag als Mottoparty

Wenn wir jetzt also, als Menschen mittleren Alters, für unsere Söhne und Töchter die Geburtstagsfeten organisieren, müssen wir so einiges beachten, damit unsere lieben Kleinen dieselben schönen Erinnerungen mitnehmen, die auch wir stets im Gepäck haben.

Dabei haben wir jedoch einen großen Vorteil: Mit unserem Erfahrungsschatz aus mehreren Jahrzehnten können wir definitiv sagen, was für die Kids eher lahm (Topfschlagen!) und was eher cool ist. Mein erster Gedanke: Mottopartys!

Eigentlich ganz logisch: Wenn wir uns selbst als Erwachsene gerne zum Feiern in eine geschlossene, andere Welt begeben (egal ob Karneval oder 20er-Jahre-Party), dann werden unsere Kinder das auch genießen können. Natürlich müsste man nur das Thema kindgerecht umgestalten, bevor man sich kleine Humphrey-Bogart-Miniaturen mit Zigarre im Mund ins Haus holt.

Mögliche Mottos wären:

  • Märchenwald (Drachen und Prinzessin!)
  • Animationsfilme (Frozen! Zoomania!)
  • Farbthemen (Alles, was gelb ist!)
  • Zauberei (Kostüme! Zaubertricks!)
  • Figuren (Hello-Kitty-Party!)

Mein persönlicher Favorit wäre das Motto „Zauberei“. Nicht nur, weil ich schon als Kind von Zaubertricks fasziniert war (und natürlich auch einen Zauberkasten hatte), sondern weil dieses Motto fokussiert genug ist, dass man der Party einen roten Faden geben kann, aber weit genug gefasst ist, dass man alle Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen unter einen (Zauber-)Hut bekommt. Passenderweise habe ich dazu einen Ratgeber auf moms.de gefunden, wie man einen Kindergeburtstag einfach magisch gestaltet. Der Verfasser dieses Artikel heißt übrigens passenderweise Simon. Für all jene, denen das jetzt nichts sagt, habe ich dann sogar noch einen passenden Spieletipp parat. Viel Spaß! :)

 

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Gepostet by on Mai 1, 2016 in Featured, Gesundheit&Leben, Schule&Beruf | Keine Kommentare

So fördern Sie einen gesunden, starken Kinderrücken

So fördern Sie einen gesunden, starken Kinderrücken

 

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche klagen zunehmend über Rückenschmerzen. Natürlich können diese auch von einer Entzündung an der Wirbelsäule, angeborenen Fehlstellungen oder gar Tumoren stammen, viel häufiger sind sie jedoch Ausdruck einer schwachen Bauch- und Rückenmuskulatur. Sollten bei Ihrem Kind Rückenschmerzen auftreten, ist ein Gang zum Arzt in jedem Fall die richtige Entscheidung. Er wird herausfinden, wo das Problem liegt. Es ist jedoch wichtig, sich möglichst schon vorbeugend um einen gesunden Kinderrücken zu bemühen.

 

Springen und Toben bringen die Wirbelsäule in Form

Kinder verbringen heutzutage täglich viel mehr Zeit sitzend als Gleichaltrige noch vor wenigen Generationen. Selbst die Kleinen spielen schon viel im Sitzen vor Tablet, Fernseher und Co. In der Schulzeit ist täglicher Nachmittagsunterricht nicht mehr ungewöhnlich und zu Hause müssen dennoch noch Hausaufgaben am Schreibtisch erledigt werden. Damit die Muskeln von Bauch und Rücken, aber zum Beispiel auch in den Füßen nicht verkümmern, sollten Eltern ihren Nachwuchs möglichst oft animieren, sich zu bewegen.

  • Eine Anmeldung im Sportverein ist zum Beispiel eine gute Idee. Besonders gut für den Rücken ist Schwimmen.
  • Im Alltag sollte man das Kind nicht zu sehr bedienen, sondern es beim Tischdecken oder Einräumen der Spülmaschine helfen lassen. Steht ein Schemel bereit, kann es mit etwas Strecken auch die Teller aus dem Hochschrank holen.
  • Statt es überall mit dem Auto hinzufahren, kann es kürzere Strecken auch einmal zu Fuß gehen oder längere Wege mit dem Fahrrad oder den Rollerblades zurücklegen.
  • Familienausflüge sollten ebenfalls mit Bewegung verbunden sein. Schwimmbad, (Indoor-)Spielplatz oder ein Waldspaziergang machen oft noch mehr Spaß als ein Kinobesuch.
  • Auch wie das Kind seine Freizeit nach der Schule gestaltet, sollten Sie im Blick behalten. Computerspiele müssen nicht komplett verboten werden. Eine zeitliche Regulierung kann aber Sinn machen. Stattdessen kann der Nachwuchs mal wieder auf dem Trampolin springen, mit Freunden Fußball spielen etc.

Viele dieser Aktivitäten stärken nicht nur die Muskulatur, sondern fördern auch ein Gespür für die richtige Köperhaltung. In frühen Jahren schon oft vor unterschiedlichen Bildschirmen zu sitzen, unterstützt zwar den Sehsinn, führt aber dazu, dass Fein- und Grobmotorik, Gleichgewichtssinn und aufrechtes Gehen vernachlässigt werden. Am Klettergerüst seine Fähigkeiten auszuprobieren, hilft einem dagegen, seinen Körper besser kennenzulernen und kontrollieren zu können. So verfallen diese Kinder weniger häufig in ein Hohlkreuz oder eine gebeugte Haltung.

 

Richtiges Tragen schont den Rücken

Im Zusammenhang mit der Schule tritt aber noch eine weitere Belastung für den Rücken auf: eine schwere Schultasche. Besonders die vielen schweren Bücher üben auf dem Hin- und Heimweg großen Druck auf die Wirbelsäule aus.

  • Der gefüllte Schulranzen sollte daher nicht schwerer als etwa 10 Prozent des Körpergewichts des Kindes betragen.
  • Er sollte so gepackt werden, dass die schweren Dinge nahe am Körper getragen werden. Damit nicht eine Schulter mehr belastet wird, sollte die schwere Trinkflasche mittig oder liegend am Boden der Schultasche platziert werden.
  • Bei der Auswahl der Büchertasche sollte die Ergonomie nicht das Design im Vordergrund stehen. Hier sind zum Beispiel Ranzen erhältlich, deren Gurte in der richtigen Höhe angebracht sind, die mit stoßdämpfenden Polstern versehen sind und ein geringes Eigengewicht besitzen.
  • Die Weite der Gurte sollte in regelmäßigen Abständen überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden.
  • Schultertaschen und Trolleys, die mit einer Hand gezogen werden, belasten einseitig und sollten nicht verwendet werden. Erinnern Sie Ihr Kind bei Bedarf auch, dass es den Rucksack nicht nur auf einer Schulter trägt.

Kinder müssen erst lernen, was gut für ihre Wirbelsäule ist. Die genannten Tipps lassen sich aber leicht umsetzen und in den Alltag integrieren. So senken Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Sohn oder Ihre Tochter an Rückenschmerzen leiden wird, deutlich.

 

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Gepostet by on Mrz 22, 2016 in Featured, Gesundheit&Leben, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Alles rund ums Dreirad

Alles rund ums Dreirad

An die ersten Schritte erinnern sich naturgemäß nur die Eltern, an die ersten Tritte erinnert sich jedoch jedes Kind und jeder Erwachsene. Auch ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich auf dem Rasen meiner Großmutter zum ersten Mal ohne Stützräder und ohne Sturzschäden den Drahtesel ritt.

Danach begann mein Eintritt in die Welt der Zweiradfahrer eher holprig: Durch die vielen Übungsstunden auf Rasenflächen habe ich mich gleich zu Beginn hingelegt, als ich zum ersten Mal auf Asphalt fuhr. Dann war es umgekehrt: Nach einer übungstechnischen Aufholjagd auf der Straße konnte ich plötzlich nicht mehr auf dem Grün fahren – bin dort aber immerhin sanfter gefallen. Letztendlich wurde ich auf jedem Untergrund ein sicherer Fahrer und konnte fortan mit zwei statt vier Rädern durch die Nachbarschaft düsen.

Dreiräder – Der perfekte Einstieg

 

Am Anfang der kindlichen Mobilität stehen aber grundsätzlich drei Räder: Das Kinderdreirad ist ein beliebtes Fortbewegungsmittel der jüngsten Generation und weist durchgängig bestimmte Charakteristika vor, die beinahe alle Dreiräder gemein haben:

Das typische Dreirad fährt – wie der Name es vermuten lässt – mit drei Rädern, wobei jedoch vorne ein größeres und hinten zwei kleinere Räder montiert sind. Die Räder sind meistens aus speziellem Gummi gefertigt und verzichten auf wartungsintensive Schläuche, womit weder geflickt noch gepumpt werden muss. Ebenso wird das Vorderrad meistens direkt über die Pedale betrieben, womit auf eine ebenfalls wartungsintensive Kettenmechanik verzichtet wird. Zum dritten ist es natürlich kindgerecht proportioniert und auf die Anatomie der jungen Verkehrsteilnehmer angepasst.

Dreirad

Grützi! Und vielen Dank an Haarmagie für die Nutzungsrechte (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Goldiges_Dreirad.jpg)

Die Vorteile eines Dreirads

 

Auch in puncto Bequemlichkeit und Sicherheit haben gute Dreiräder viele Vorteile: Sofern sie über eine erweiterte Rückenlehne, bzw. eine Schubstange verfügen, geben sie den Eltern die Möglichkeit das Dreirad fortzubewegen, wenn die kleinen Beine nicht mehr mitspielen. Auch weht oftmals ein Fähnchen hinter dem Kind, welches die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht.

Dass ein Dreirad zudem noch gut für die kindliche Entwicklung ist, steht mittlerweile außer Frage: Es unterstützt die koordinativen und motorischen Fähigkeiten, sowie die körperliche Entwicklung des Kindes und bereitet es auch erstmalig kognitiv auf die Dimensionen des Straßenverkehrs ein, wodurch das Dreirad auch einen pädagogischen Nutzen innehat.

Das richtige Dreirad finden

 

Somit stellt sich für die Eltern eigentlich nur noch die Frage welches Dreirad das Beste für das eigene Kind ist. Es gibt in Ausstattung und Qualität durchaus Unterschiede, da nicht jedes Dreirad dieselben Ausstattungsmerkmale hat und man bei vielen Modellen auch Abstriche in Sachen Verarbeitungsqualität und Sicherheitskonzeption machen muss. Zudem gibt es nur wenige Webseiten, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen – und mit Dreirad-Test.de auch nur eine Internetseite, auf der beliebte Dreiräder ausgiebig getestet werden.

Bevor also die nächste Anschaffung auf drei Rädern in den Schuppen rollt, sollte man sich vorher gründlich informieren, so dass man nicht die Katze im Sack kauft!

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