Pages Menu
Rss
Categories Menu

Gepostet by on Dez 19, 2016 in Allgemein, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Einen Gartenteich kann man leicht selber bauen – ein paar Tipps

Einen Gartenteich kann man leicht selber bauen – ein paar Tipps

Wasser ist ein äußerst faszinierendes Element, das vor allem eine beruhigende Wirkung auf den Menschen hat. Deshalb hätten viele Hausbesitzer gerne einen Teich auf ihrem Grundstück eventuell auch mit einem schönen Bachlauf und herrlichen Wasserspielen. Ein Gartenteich ist immer ein echter Hingucker und kann auf viele unterschiedliche Weisen gestaltet werden, so dass er sich perfekt in die Umgebung einfügt und ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Einen Gartenteich selbst zu bauen spart nicht nur jede Menge Geld, sondern macht zudem auch noch Spaß und gelingt auch Laien recht gut. Einen guten Teichbau-Ratgeber gibt es von teich-haelterung-koi-shop.com.

Fertigteich oder Folienteich – was ist die bessere Wahl?

Bevor es an die eigentliche Planung des Gartenteichs geht, muss man sich zunächst für eine Teichbauart entscheiden. Bei einem Folienteich hat man den großen Vorteil, dass man nicht auf eine bestimmte Form festgelegt ist, man kann ihn bezüglich Größe und Form individuell umsetzen. Fertigteiche bekommt man im Handel auch in unterschiedlichen Formen und Größen, die Bereiche für Tief-/Flachwasser und die Sumpfzonen sind dabei schon vorgegeben.

Der Folienteich hat eine besonders natürliche Optik und ermöglicht eine individuelle Gestaltung von großen Flachwasserzonen. Wichtig ist der Erwerb einer hochwertigen Teichfolie, die sehr robust und witterungsbeständig ist. Auch wenn die Folie UV-beständig ist, sollte man sie bis zu einer Tiefe von etwa 15 Zentimetern vor der Sonne schützen, zum Beispiel mit Hilfe von Böschungsmatten oder Steinen. Die Dicke der Folie sollte sich auch an der geplanten Größe des Teichs orientieren, für einen großen Gartenteich benötigt man auch eine stärkere Folie. Ideal sind dunkle Folien, denn das kommt der Wasserspiegelung zugute und verleiht dem Teich optisch mehr Tiefe. Vor der Verlegung der Teichfolie muss der Untergrund entsprechend vorbereitet werden. Er muss schön eben sein, Steine müssen entfernt werden, darüber kommen dann eine Schicht Sand sowie ein Schutzvlies.

Die vorgeformten Teichschalen sind entweder aus Kunststoff mit Glasfaserverstärkung oder aus Polyethylen gefertigt. Sie sind extrem robust und langlebig und können kaum beschädigt werden. Wenn man die Grube für den Teich sehr exakt aushebt, lässt sich die Teichschale normalerweise problemlos einbauen. Natürlich ist man beim Fertigteich auf eine bestimmte Form festgelegt, Veränderungen kann man nicht vornehmen. Das Angebot auf dem Markt ist inzwischen jedoch recht groß, so dass man viele Größen, Formen und Oberflächen zur Auswahl hat.

Standort und Größe des Gartenteichs festlegen

Zu den wichtigsten Schritten bei der Planung gehören die Bestimmung des künftigen Standortes und der gewünschten Größe. Diese Entscheidungen sind enorm wichtig und sollten deshalb gut überlegt sein. Sollten später nämlich Änderungen gewünscht sein, sind diese manchmal gar nicht möglich oder bedeuten einen enormen Kostenaufwand. Nicht nur der persönliche Geschmack darf in diesem Punkt entscheidend sein, man muss auch die Lage und Größe des Gartens berücksichtigen. Sollen Fische im Teich leben, ist eine Platzierung bei der Terrasse am sinnvollsten. Auch wenn man sich für ein außergewöhnliches Design und Wasserspiele entscheidet, lässt sich dies gut mit der Terrassengestaltung vereinbaren. Ist hingegen ein Naturteich geplant, sollte man ruhig den zur Verfügung stehenden Platz ausnutzen und ihn nicht zu klein umsetzen.

Idealerweise befindet sich der Gartenteich im Halbschatten, am Tag sollte die Sonne am besten vier bis sechs Stunden auf den Teich scheinen, das ist für Fische optimal und auch für die Qualität des Wassers. Kommt nur ein Platz in der Sonne in Frage, muss man mit großen Tiefwasserzonen, einer entsprechenden Bepflanzung des Randes oder gar mit Hilfe eines Sonnensegels dafür sorgen, dass sich das Wasser nicht so stark erwärmt, sonst bilden sich viele Algen. Es ist darauf zu achten, dass Nadel- und Laubgehölze in ausreichender Entfernung zum Teich stehen, damit sie das Wasser nicht verschmutzen. Auch stark wurzelnde Pflanzen sind zu vermeiden, diese könnten später vielleicht die Teichfolie beschädigen. Die Wassertiefe im Teich sollte mindestens 80 Zentimeter betragen, so dass er im Winter nicht ganz einfriert.

Bildquelle: gartenteich-ratgeber.com

Mehr

Gepostet by on Okt 17, 2016 in Featured, Gesundheit&Leben, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Wenn Oma und Opa nicht ins Pflegeheim möchten

Wenn Oma und Opa nicht ins Pflegeheim möchten

Viele Angehörige stehen irgendwann vor dem Problem, dass die Großeltern auf Hilfe angewiesen sind. Früher war es selbstverständlich, dass Großmutter und Großvater von den Angehörigen versorgt wurden und in der Geborgenheit der Familie bis zu ihrem letzten Tag in Würde altern durften. Die Familien hatten mehr Mitglieder, die Häuser waren größer und stellten zugleich auch den Lebensmittelpunkt mehrerer Generationen dar. Alle unter einem Dach; dieses Motto gewährleistete auch eine ständige Erreichbarkeit als Ansprechpartner für die Großeltern.

Leider passt diese Art von Familienleben nicht mehr in die heutige Zeit. Moderne Arbeitszeiten, komplexe Beziehungen à la Patchwork und der allgegenwärtige Zeitmangel würden es gar nicht ermöglichen, Oma und Opa durchgehend von eigener Hände Kraft zu unterstützen. Wenn schon Kleinkinder unter drei Jahren wegen des Arbeitsverhältnisses in U3-Gruppen der Kindergärten betreut werden müssen, wie soll da noch Zeit und Raum für die Bedürfnisse der Großeltern bleiben?

Den bemühten und besorgten Familienangehörigen bleibt oft nur noch die Wahl zwischen Heimunterbringung, ambulanter Versorgung oder alternativen Betreuungskonzepten, um die vielleicht schon tüdelige Oma und den gesundheitlich angeschlagenen Opa in Sicherheit zu wissen.

Alters- oder Pflegeheim – wann muss das sein?

In einem Altersheim wird Senioren die Möglichkeit der teilweise betreuten Unterkunft geboten. Sie beziehen dort ein Zimmer, werden mit Mahlzeiten versorgt und können Services für Wäsche und Reinigung in Anspruch nehmen. Der Gemeinschaft dienende Aufenthaltsräume sowie ein regelmäßig freiwilliges Programm sorgen für etwas Abwechslung und Freizeit.

Im Pflegeheim hingegen lässt man den in der Regel gesundheitlich stark beeinträchtigten Senioren zusätzlich eine professionelle Pflege angedeihen. Von der Grundpflege bis hin zur medizinisch verordneten Behandlungspflege beschäftigt das Pflegeheim zu diesem Zwecke examiniertes Pflegepersonal.

Es kommt demnach zunächst auf den gesundheitlichen Zustand von Großmutter oder Großvater an, welches Heim überhaupt in Frage kommt. Die Schwere der Erkrankung und die wahrscheinliche Weiterentwicklung des gesundheitlichen Zustandes bilden die Kriterien für eine Entscheidung. Zu berücksichtigen ist dabei natürlich auch der Betreuungsbedarf, der beispielsweise bei Demenzerkrankungen wegen der damit einhergehenden Bewusstseinsentwicklung sehr hoch ist und noch steigt. Bei allen stationären Unterbringungsmöglichkeiten gibt es zwar Personal, das auf die Heiminsassen „aufpasst“, aber kontinuierlich mehrere Bewohner im Auge behalten muss.

Nicht zu unterschätzen ist bei einer Heimunterbringung jedoch auch der psychische Aspekt. Dem Gefühl nach rausgerissen aus der Familie und vom Interieur eines ganzen Haushaltes nur noch auf ein Zimmer beschränkt zu werden, ist für Senioren nicht leicht. Das ungewohnte Umfeld kann – je nach vorheriger Situation – zugleich Fluch und Segen sein.

Ambulanter Pflegedienst oder alternatives Betreuungskonzept

Wenn die Familie generell die Betreuung von Oma und Opa nicht aus der Hand geben will und bei den Senioren nur wenig gesundheitlich bedingte Wehwehchen zu versorgen sind, ist der ambulante Pflegedienst eine gute Wahl. Während sich die Familienmitglieder um Haushalt, Mahlzeiten und vielleicht sogar Hilfe bei der Körperhygiene kümmern, kann der ambulante Dienst in Absprache mit den behandelnden Ärzten die eigentliche Pflege vornehmen.

Bleibt den Angehörigen jedoch nur wenig Zeit für die Versorgung der Großeltern, oder lässt der psychische und gesundheitliche Zustand der Senioren ein „Alleinebleiben“ nicht mehr zu, greifen moderne Betreuungskonzepte wie die 24-Stunden-Betreuung. Bei dieser Betreuungsform zieht eine Betreuerin mit in den Haushalt der Großeltern ein und kümmert sich sowohl um den Haushalt und die Zubereitung von Mahlzeiten, als auch um Maßnahmen aus der Grundpflege.

Bei der 24-Stunden-Betreuung ist für die Senioren immer jemand mit viel Zeit vor Ort, der sich um ihre Belange kümmern kann. Als noch wichtiger wird jedoch empfunden, dass diese Form der Betreuung im eigenen Zuhause und damit im gewohnten Umfeld durchgeführt werden kann. Der Alltag wird dadurch erleichtert; nicht verändert. Angehörige können weiterhin am Leben mit Oma und Opa teilnehmen und werden durch die Arbeit des Betreuungspersonals entlastet. Eine 24-Stunden-Betreuung kann, wenn die Gesundheit der Großeltern nachlässt, optimal mit dem Besuch eines Pflegedienstes für medizinische Maßnahmen kombiniert werden.

Mehr

Gepostet by on Okt 10, 2016 in Featured, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Der richtige Familienwagen

Der richtige Familienwagen

Wenn man es objektiv betrachtet, ist ein Autokauf schon eine höchst unromantische Sache. Während man sich nach wie vor den Partner fürs Leben erträumt, wird das liebe Auto schon im Vornherein als Lebensabschnittsgefährte angeschafft. Als Fahranfänger sucht man sich ein kleines, sparsames Auto, welches einen sicher von der Disco nach Hause fährt, aber ruhig auch 1-2 Parkpatzer verkraftet. Im Seniorenalter setzt man verstärkt auf Komfort, eine günstige Einstiegs-, und eine erhöhte Sitzposition und irgendwo dazwischen sucht jede Familie den besten Familienwagen.

(c) Satish Krishnamurthy, editiert von FamilyOne.

(c) Satish Krishnamurthy, editiert von FamilyOne.

Wir von FamilyOne interessieren uns natürlich besonders für diesen Lebensabschnitt und für Autos, welche einen komfortabel und sicher durch die Familienzeit chauffieren.  Denn um den richtigen Familienwagen zu finden, gibt es viele Dinge, die man beachten muss.

Platzangebot

Dieser Punkt ist offensichtlich: Kinder brauchen Platz. Besonders an den Kofferraum hat man als Familie höchste Ansprüche, damit Kinderwagen, Klamotten, Spielzeug, Musikinstrumente, Sportequipment und alles, was Kinder im Alltag und Urlaub noch so benötigen, seinen Platz hat. Diese Kategorie lässt schnittige Sportwagen und kompakte Kleinwagen leider aus dem Raster fallen, wohingegen Kombis, SUVs und Vans die Platzfrage für sich entscheiden.

Sicherheit

Es ist Müttern und Vätern das höchste Anliegen, dass es ihren lieben Kleinen gut geht und man sie vor so vielen Gefahrenquellen wie möglich schützen kann. Der Straßenverkehr ist dabei besonders gefährlich: Laut dem statistischen Bundesamt wurden 2015 über 28.000 Kinder Opfer eines Straßenverkehrsunfalls. Auch wenn die Zahlen rückläufig sind, ist das eine hohe Zahl, die sowohl Mitfahrer im PKW, als auch Kinder auf dem Fahrrad und zu Fuß einberechnet.

Wem nicht nur die eigenen Kinder am Herzen liegen, sollte SUVs meiden. Obwohl die urbanen Geländewagen ungebrochen in ihrer Beliebtheit sind, entpuppen sie sich als wahre Todesfallen im Straßenverkehr: Aufgrund ihrer Größe und Geometrie prallen Fußgänger bei Unfällen gegen harte Frontstrukturen, wobei vor allen Dingen Kinder besonders schwer verletzt werden.

Wirtschaftlichkeit

Das Familienleben ist teuer. Trotz finanzieller Anreize vom Staat und Vergünstigungen bei vielen Freizeitangeboten bleibt das Leben mit Kindern ein teurer Spaß. Daher sollte man bei der Anschaffung des richtigen Familienwagens auch die Wirtschaftlichkeit des Unterfangens im Blick behalten. Wie teuer ist die Anschaffung? Wie hoch ist der Spritverbrauch? Was kosten Versicherungen, Steuern & Co? Und vor allen Dingen: Wie schneidet mein neues Auto in Sachen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ab? Werkstattbesuche sind teuer und auch wenn der VW T6 in der Anschaffung mehr kostet als ein Dacia Logan, sieht man den letzteren öfter in der Werkstatt als in der Garage.

Abschließend bleibt jedoch zu sagen, dass Individualität auch eine große Rolle spielt. Daher sollte auf individuelle Wünsche (z.B. Lackierung, Extras) eingegangen werden, damit sich im Familienauto auch alle Familienmitglieder wohl fühlen. Am wichtigsten ist also eine große Auswahl, weswegen man den Familienwagen bei Mobile.de finden kann – eine Seite, die immerhin Deutschlands größten Fahrzeugmarkt darstellt.

Viel Spaß beim Autokauf wünscht FamilyOne.de!

Mehr

Gepostet by on Aug 10, 2016 in Featured, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Mineralwasser nach Art des Hauses

Mineralwasser nach Art des Hauses

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann darf die Erzählung einer Erinnerung nicht fehlen. Es war das Jahr 1994, als „SodaStream“, der wohl größte und bekannteste Hersteller von Trinkwassersprudlern, nach Deutschland exportierte und mit seinem „Soda-Club“, wie der Wassersprudler damals noch hieß, den hiesigen Markt aufmischen wollte. Mit Erfolg! Das neuartige Gerät fand seinen Weg auch in die Küche meines Elternhauses und hat unsere Trinkgewohnheiten dramatisch revolutioniert.

Die wässrige Revolution

 

Vor 1994 hat meine Mutter mit ihren großen Samstagseinkäufen schwere Wasserkisten nach Hause schleppen müssen – nach ’94 brachte mein Vater lediglich ab und zu einen neuen CO2-Zylinder mit.

Soda Stream

Bildquelle: Wikipedia Foto: Eirik Newth

Vor der Soda-Club-Revolution war unsere Vorratskammer mit Limonaden jeglicher Couleur vollgestopft – danach übernahmen kleine Sirup-Flaschen die gewünschte Geschmacksveredelung. Und bevor der beliebte Trinkwassersprudler auch auf unserer Küchentischplatte stand, gehörte gebrochenes Glas zu den Gefahrenquellen unseres Zwei-Kinder-Haushaltes – auch damit hatte es mit einem Mal ein Ende.

Der Soda-Club war schon ein unglaublich praktisches Gerät; die wiederbefüllbaren Plastikflaschen waren spülmaschinen-geeignet, man konnte sie zu jedem Ausflug, sei es nun ein Picknick oder ein Tagesausflug, bequem mitnehmen und im Endeffekt haben wir auch bares Geld gespart, da die Aufbereitung des günstigen Trinkwassers mit weniger Kosten verbunden war als der stetige Nachkauf teurerer Wasserkisten.

Die nasse Enttäuschung

 

Doch mit den Jahren braute sich ein Schatten über unseren Soda-Club zusammen. Das damalige Gerät war in Sachen Haltbarkeit nicht den vielen Handgriffen unseres quirligen Haushalts gewachsen. Bald schon war der Verschluss undicht, womit sich der praktische Zusatznutzen des „Überall-mit-hinnehmens“ sich rasch verflüssigte. Auch ist man mit den Küchensprudlern natürlich an die jeweilige Wasserqualität des Heimatortes verbunden.  Zwar ist es um die Trinkwasserqualität in Deutschland traditionell sehr gut bestellt, jedoch gibt es auch dort starke regionale Unterschiede – und nach dem Umzug in eine eher wenig gesegnete Ortschaft blieb unser Soda Club in seiner Umzugskiste, aus der bald eine Flohmarktkiste wurde.

Die frischen Neuauflagen

 

Jetzt, im Jahre 2016, heißt „Soda Club“ schon längst „SodaStream“ und hat eine völlig überarbeitete Produktpalette, die mit den eher einfachen Plastikgeräten von damals eher wenig gemein hat. Auch die Konkurrenz von „WasserMaxx“ und „iSi“ hat mächtig nachgelegt und kann dem Marktführer hochwertige Trinkwassersprudler entgegensetzen.

Auf  wassersprudler-test.net habe ich einen aktuellen Preis- und Feature-Vergleich gefunden, der alle relevanten Eigenschaften (z.B. die Abmessungen der Geräte) in einer übersichtlichen Tabelle zusammenfasst. Auch zeigen die Testberichte, dass die heutigen Sprudler in Sachen Optik und Verarbeitungsqualität viel besser aufgestellt sind als das vor mehr als 20 Jahren der Fall war. Der „SodaStream Crystal“ z.B. sprudelt in eine Glas- und nicht in eine Plastikflasche, womit Geschmack und Kohlensäure länger erhalten bleiben. Dieser Sprudler könnte selbst mir wieder das Wasser reichen…

Mehr

Gepostet by on Mai 26, 2016 in Featured, Gesundheit&Leben, Haus&Wohnen | Keine Kommentare

Spielplätze: Privat statt Desolat

Spielplätze: Privat statt Desolat

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, hatte ich ein unverschämtes Glück. Aufgewachsen in einer typischen Neubausiedlung der 90er-Jahre, glich mein Wohnviertel einer beispiellosen Idylle: Verkehrsberuhigte Straßen, sämtliche Schulen in Laufnähe und viele Grünflächen und Spielplätze. Das gesamte Viertel war mit seiner Infrastruktur auf die Bedürfnisse junger Familien zugeschnitten. Besonders die zahlreichen, sauberen, sicheren und gut ausgestatteten Spielplätze waren für mich als Kind natürlich besonders interessant und wurden – sofern es das Wetter einigermaßen zuließ – täglich aufgesucht. Sie boten einen Treffpunkt für alte Freunde, einen Ort, um neue Bekanntschaften zu knüpfen und natürlich einen Raum, um zu spielen, zu toben, zu entdecken und zu träumen.

Sind öffentliche Spielplätze gefährlich?

Die Zeiten haben sich jedoch geändert und je weiter meine eigene Kindheit zurückliegt, desto mehr Schreckensmeldungen bezüglich der Sicherheit und Kindgerechtheit öffentlicher Spielplätze lassen mich an meinen eigenen Erinnerungen zweifeln. Wie so viele Dinge, die in öffentlicher Hand liegen, litten auch Spielplätze in den vergangenen Jahren unter dem kommunalen Sparzwang und fehlenden öffentlichen Investitionen. Meldungen über defekte Spielgeräte wie in Schköna, Drogendealer wie in Schwabing, pädophile Triebtäter oder andere Grausamkeiten erreichen die mediale Welt beinahe täglich, so dass man sich als besorgtes Elternteil zu Recht die Frage stellt, ob öffentliche Spielplätze zu gefährlich für die eigenen Kinder sind.

 

Die Alternative: Private Spielplätze

Anders als öffentliche Spielplätze bieten private Spielplätze einige Vorteile:

  • Begrenzte Begehbarkeit – Zwar finden sich an öffentlichen Spielplätzen oftmals Schilder mit dem Hinweis auf bestimmte Nutzungszeiten oder Altersbeschränkungen – nur gestaltet sich die Kontrollierbarkeit äußerst schwierig. Private Spielplätze hingegen, die sich in Hinterhöfen von Wohnsiedlungen oder im eigenen Garten befinden, bleiben aufgrund der baulichen Abtrennung Fremden oftmals unbekannt oder unerreicht.
  • Volle Kontrolle – Private Spielplätze unterliegen nicht der öffentlichen Hand, die sich leider zu oft aus der Verantwortung zieht, wenn es um die Einhaltung der Richtlinien zur Spielplatzgestaltung und -unterhaltung geht. Ein privater Spielplatz hingegen ist zwar kostenintensiver, jedoch können Defekte und Missstände sofort beseitigt werden, was die Sicherheit und Nutzbarkeit des Spielplatzes zu jeder Zeit gewährleistet.
  • Mehr Flexibilität – Obwohl sie nicht immer eingehalten werden, gelten für öffentliche Spielplätze strenge Normen. Die rechtlichen Grundlagen für die privaten Pendants sind jedoch weniger streng, was die bauliche Gestaltung und den täglichen Betrieb flexibler machen kann. Durch diese Freiheiten ist es möglich, mehr Kreativität und Fantasie in private Spielplätze fließen zu lassen, was sie noch attraktiver für Kinder und ihre Eltern macht.
https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Starwhooper

CC-Lizenz. Bildrechte liegen bei Thiemo Schuff

Wer nun also mit dem Gedanken spielt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und einen eigenen, privaten Spielplatz zu gestalten, findet im Internet eine große Auswahl an Spielgeräten, die preislich attraktiv und qualitativ hochwertig sind. Doch sollte man sich auch fragen, ob das Kaputtsparen der Kommunen, worunter nicht nur Spielplätze, sondern auch Turnhallen, Kulturgebäude und die Verkehrsinfrastruktur leiden, nicht auch auf politischer Ebene bekämpft werden sollte. Einen Spielplatz können Sie zur Not selbst gestalten – eine Schwimmhalle vermutlich nicht.

Mehr

Gepostet by on Mai 18, 2016 in Featured, Haus&Wohnen, Urlaub | Keine Kommentare

Das Licht nicht unter den Scheffel stellen

Das Licht nicht unter den Scheffel stellen

Lampen fristeten in meinen bisherigen Wohnungen ein echtes Schattendasein. Obwohl sie Licht und vorm Verbot der Glühbirne sogar Wärme spendeten, war ich nie besonders daran interessiert eine besonders schönes Modell von einem besonders exquisiten Hersteller zu erwerben. Warum? Weil aktuelle Hersteller – wer hätte es gedacht – natürlich eher aktuelle Designs an den Mann oder an die Frau bringen wollen und ich als Liebhaber alter Beleuchtungsmittel eher nicht in das Beuteschema bzw. die Zielgruppe passe. Zudem ziehe ich relativ häufig um und lasse die Lampen bei Auszug gerne in der Wohnung, so wie ich Wohnungen gerne übernehme, die mir bereits am Tag des Einzugs den Weg des Lichts zeigen.

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Petroleumlampe.JPG

Quelle: Wikimedia

Eigentum ver(p)lichtet

Wenn ich nun also die Kiste meiner Habseligkeiten öffne, erblicke ich lediglich zwei Lampen, welche in meinem Besitz sind: Einen Kronleuchter und eine Petroleumlampe. Kein Scherz: Die Petroleumlampe, welche aufgrund der Geruchsentwicklung eigentlich nur im begrenzten Ausmaß für den Indoor-Einsatz geeignet ist, ist für mich nicht nur ein unglaublich stilvolles Leuchtmittel, sondern auch dekoratives Stilmittel. Ebenso wie der Kronleuchter, der jedem Zimmer einen gewissen Glanz verleiht, auch wenn es sich bei meinem lediglich um eine Nachkriegsreplik handelt, die ich für 30€ bei eBay ersteigert habe… Die Küchen-, Bad-, und Flurbeleuchtung jedenfalls bestand bei mir bis dato ausschließlich aus den billigsten IKEA-Lampen, zu deren Kauf ich mich zähneknirschend durchringen konnte oder aus dem besagten Nachlass des Vormieters, den ich – sofern er mir Licht spendete – gerne übernommen habe.

(P)lichtbesuche

Dann ging mir ein Licht auf: Auf meinen Reisen, die mich in zahlreiche AirBnB-Wohnungen und Hotelzimmer führten, sah ich, wie interessant, abwechslungsreich und wichtig Wand-, Decken-, und Stehlampen für die Raumqualität und Atmosphäre eines Zimmers sein können. Das richtige Licht macht den Unterschied: Gerade, wenn eine Unterkunft nicht mit dem besten Ausblick oder genügend Tageslicht gesegnet ist, entscheidet einzig und allein Form und Stil des Lampenschirms sowie die Wärme und Luminanz des Leuchtmittels darüber, ob einem ein Licht aufgeht oder nicht. Und eines können Sie mir glauben: Bei vielen Unterkünften fühlt man sich eher hinters Licht geführt, als dass man es am Ende des Tunnels sieht.

Unerfüllte Ver(p)lichtungen

Nehmen wir beispielsweise das Jucy Snooze in Auckland, Neuseeland. Eine Unterkunft, die wegen des frischen, grünen Designs auf dem ersten Blick durchaus modern und annehmlich wirkt, sich jedoch bei näherer Betrachtung nicht gerade als Glanzlicht entpuppt. Wuchtige Betonwände, schlauchige Zimmer und kleine Fenster verleihen diesem Hostel eher das Ambiente eines Gefängnisses als einer angenehmen Übernachtungs-möglichkeit. Was hätte jedoch das Zünglein an der Waage sein können? Richtig, die Beleuchtung. Doch statt etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hing lediglich eine verstaubte Papierlampe in der Zimmerecke, die in puncto Design und Leuchtkraft nicht gerade das hellste Licht im Hafen war. Selbst bei Tageslicht und aktiviertem Lichtschalter war die Zelle dunkel, ungemütlich und geschmacklos. Mit der richtigen Beleuchtung hätte man hingegen eine Menge aus den ungünstigen Umständen herausholen können.

Altrove-Hängelampe

Designer-Lampe von Artemide

Wo Schatten ist, ist auch Licht

Ein anderes Beispiel zeigt nämlich, wie viel Unterschied die richtige Beleuchtung machen kann. Das BreakFree in Christchurch, Neuseeland, hat nämlich eine ebenso ungünstige Ausgangslage: Zwar würde ich hier nicht von einer Knastatmosphäre sprechen, doch die unfassbar kleinen Zimmer (um die 10 Quadratmeter), in denen sogar noch eine Miniküche und eine Badezimmer integriert sind, stellen für jeden Innenarchitekten eine echte Herausforderung dar. Und tatsächlich machte das Licht hier den Unterschied: Mit cleveren Akzenten, abgesetzten Lichtleisten, stimmungsvollen Lichtwechslern und einer Deckenlampe, die an ein Designermodell von Artemide erinnert, hat das BreakFree in Sachen Beleuchtung alles richtig gemacht, um die Schattenseiten zu erhellen.

Es werde Licht!

Man sagt ja, dass Reisen zur Weiterbildung und Horizonterweiterung beitragen, aber ehrlich gesagt hätte ich nie damit gerechnet, dass mir ausgerechnet beim Thema Beleuchtung die Augen geöffnet wird. Eines ist jedenfalls klar: Wenn ich in Zukunft wieder ein Mal sesshaft werden möchte und mich um die Einrichtung einer festen Wohnung kümmern werde, dann werde ich das Thema Raumbeleuchtung ganz sicher in einem anderen Licht sehen. Gute Onlineshops wie Lampcommerce gibt es ja genug, in denen ich nach neuen Lichtspendern stöbern kann. Vielleicht passen diese ja sogar zu meinem Kronleuchter – und meiner Petroleumlampe.

Mehr